Stolberg: Neue Maßnahmen gegen Personalmangel in Kitas
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.03.2025 15:58

Wegen des landesweit herrschenden gravierenden Personalmangels in den Kitas ergreift die Stadt Stolberg weitere Maßnahmen.
Denn laut neuer Studien fehlen in ganz NRW rund 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kitas.
Nach den schon im November letzten Jahres eingeleiteten Schritten bringt jetzt das Stolberger Jugendamt einen neuen Maßnahmenkatalog in den Kinder- und Jugendausschuss ein. Er enthält diese zehn Punkte:
1. Ausbildungskapazitäten für die praxisintegrierte Ausbildung werden erweitert: In jeder Einrichtung eine „PIA-Fachkraft“.
2. Die 9 städtischen Familienzentren erhalten eine zusätzliche Alltagshelferin.
3. In jeder unserer 21 Einrichtungen kann ein Bundesfreiwilligendienstleistender eingesetzt werden.
4. Der kommunale Springerpool soll um weitere 7 Fachkraft-Stellen ausgeweitet werden.
5. Der kommunale Springer-Pool soll um 3 Hauswirtschaftskräftstellen ergänzt werden.
6. Mehr Zeit für die Kinder: Kita-und Gruppenleitungen werden durch Ergänzungspersonal bei Verwaltungstätigkeiten entlastet.
7. Die Ausbildungsakquise wird intensiv gefördert: Gemeinsame Formate mit dem Berufskolleg (Besuche an weiterführenden Schulen, Förderung des Dualen Studiums, u.a.).
8. Alle Azubis werden weiterhin unbefristet übernommen.
9. Der Einsatz von Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern wird gemäß Personalverordnung bedarfsgerecht ermöglicht.
10. Die Kupferstadt wird das Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung noch intensiver durch geeignete und wirksame professionelle Öffentlichkeitsarbeit bewerben.
Der Maßnahmenkatalog kostet die Stadt mehrere hunderttausend Euro im Bereich Personal.
Bürgermeister Haas gibt allerdings gleichzeitig zu bedenken: „Das Grundproblem bleibt aber bestehen: Wir haben in der Vergangenheit viele neue Stellen geschaffen und wollen jetzt noch mehr schaffen. Wir haben diese neuen Stellen intensiv beworben und so attraktiv wie möglich gestaltet. Trotzdem bleibt es dabei, dass wir mit anderen Städten um insgesamt zu wenig Fachkräfte konkurrieren und wir die Stellen deshalb nicht immer besetzt bekommen.“