Umweltfreundliche Wärme für Aachen und die Region
Veröffentlicht: Mittwoch, 12.03.2025 15:11

Die Nutzung von Abwärme aus der Müllverbrennungsanlage (MVA) in Weisweiler haben die STAWAG, die MVA und RWE jetzt vertraglich besiegelt.
Demnach wird die Wärme ab April 2029 vollständig kohlefrei bereitgestellt. Denn dann wird der letzte Kraftwerksblock in Weisweiler abgeschaltet.
Zur Dampferzeugung wird die Energie genutzt, die bei der Müllverbrennung ohnehin freigesetzt wird. Rund 65 Mio. Euro investiert die MVA Weisweiler in eine Turbine zur Kraft-Wärme-Kopplung.
RWE transportiert die ausgekoppelte Wärme dann über ihre bestehende 17 Kilometer lange Leitung nach Aachen und über andere Leitungen in kleineren Mengen zu benachbarten Kommunen wie z.B. Eschweiler und Inden.
Die neue Turbine wird eine Wärmeleistung von 95 Megawatt haben und jährlich rund 300 Gigawattstunden Wärme für Aachen und die anderen Kommunen produzieren. Das entspricht in etwa der Menge, die die STAWAG schon heute aus der Wärmeauskopplung aus dem Braunkohlekraftwerk bezieht.

Stimmen dazu:
- „Als Vorreiter der Energiewende haben wir nicht nur den Bau von Wind- und Solarparks vorangetrieben, sondern auch die Fernwärme kontinuierlich weiter ausgebaut“, sagt Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG. „Dabei wollen wir die Fernwärme erstens für noch mehr Menschen verfügbar machen. Zweitens ist uns ein besonderes Anliegen, die Fernwärme zukünftig möglichst klimafreundlich zu produzieren. Dazu setzen wir auf einen neuen Erzeugungsmix: Dieser umfasst nicht nur die Auskopplung aus der Müllverbrennungsanlage, sondern auch die Nutzung von Tiefengeothermie, Thermalquellen und weiteren Wärmeauskopplungen. Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung besiegeln wir diesen Schritt.“
- Das bestätigt sehr deutlich die stellvertretende MVA-Aufsichtsratsvorsitzende Kerstin Abraham (auch Vorständin der Stadtwerke Krefeld): „Mit der heutigen Unterschrift geht die MVA Weisweiler erneut einen großen Schritt in Richtung Klimaschutz. Dies ist so wichtig für die gesamte Region Aachen und Düren.“
- „Wir verbessern unseren energetischen Wirkungsgrad auf das Doppelte und reduzieren zudem die Wärmeverluste über den Kühlturm erheblich“, sagt voller Stolz Andreas Fries, Technischer Geschäftsführer. „Diese große Investition ist zudem abgesichert über faire und partnerschaftliche Konditionen“, ergänzt Herbert Küpper, Kaufmännischer Geschäftsführer.
- „Mit dem Vertrag sichern wir gemeinsam mit unseren Partnern nicht nur die Wärmeversorgung nach dem Kohleausstieg am traditionsreichen Energiestandort Weisweiler. Damit leisten wir auch einen weiteren Beitrag für die Region im Strukturwandel“, sagt RWE-Power-Vorstandsmitglied Dr. Lars Kulik. „In Zukunft können wir zudem mit der geplanten Geothermienutzung und dem vorhandenen elektrischen Hilfsdampferzeuger weitere nachhaltige Wärmelösungen realisieren."